Kl-Anwendungen, die als gefährlich oder ethisch problematisch gelten
Unterschwellige Beeinflussung und manipulative Techniken: Der Einsatz von KI zur gezielten Manipulation oder verdeckten Einflussnahme auf Personen, insbesondere wenn dies ihre Entscheidungsfreiheit oder ihr Verhalten unbewusst steuert.
Ausnutzung schutzbedürftiger Personen: Jede Form der KI-Nutzung, die gezielt Schwächen oder Schutzbedürftigkeit von Menschen ausnutzt, etwa aufgrund von Alter, Behinderung oder sozialer Lage.
Diskriminierende Einstufungen: Die Bewertung oder schlechterstellende Klassifizierung von Personen basierend auf ihrem sozialen Verhalten, bestimmten persönlichen Eigenschaften oder individuellen Persönlichkeitsmerkmalen.
Emotionserkennung am Arbeitsplatz und in Bildungseinrichtungen: Die Erfassung, Analyse oder Ableitung von Emotionen von Menschen in beruflichen oder schulischen Kontexten zur Beeinflussung oder Bewertung ihrer Leistung oder ihres Verhaltens.
Biometrische Kategorisierung in sensiblen Bereichen: Der Einsatz von KI zur biometrischen Erfassung oder Kategorisierung von Personen in sensiblen Bereichen wie politischer Überzeugung, Religion, Weltanschauung oder Gewerkschaftszugehörigkeit.
Erstellung von Gesichtserkennungs-Datenbanken durch massenhaftes Sammeln von Bildern: Das wahllose Erfassen und Speichern von Gesichtsbildern aus dem Internet zur Entwicklung von Gesichtserkennungssystemen.
Risikobewertungen zur Vorhersage von Straftaten: Die Nutzung von KI zur Prognose künftiger Straftaten, wenn diese ausschließlich auf Basis des Profilings oder der Analyse persönlicher Merkmale einer Person erfolgt.
Einsatz biometrischer Echtzeit-Fernidentifizierungssysteme zu Strafverfolgungszwecken: Der Gebrauch solcher Systeme ist grundsätzlich untersagt, es sei denn, er ist zwingend erforderlich zur Abwehr einer unmittelbaren und erheblichen Gefahr (z. B. Terroranschlag, Entführung, Menschenhandel, sexuelle Ausbeutung, Suche nach vermissten Personen oder die Identifizierung von Straftätern).